Heinz-Westphal-Preis

Vielfalt in der ehrenamtlichen Jugendarbeit

Die Preisträger_innen des Jahres 2011

Die Preisträger_innen der letzten Jahre machen deutlich, dass in der Jugendarbeit eine ganze Menge Leben steckt. Sie kommen aus allen möglichen Ecken Deutschlands und gehören zu ganz unterschiedlichen Organisationen und Verbänden. Alle haben etwas Neues auf die Beine gestellt und die Jugendarbeit spannender gemacht. Sie haben selbst das Heft in die Hand genommen: Und dafür wurden sie mit dem HEINZ|WESTPHAL|PREIS ausgezeichnet.

Erster Preis

Stadthof Glaucha - Postkult e.V. - Halle

Postkult e.V. setzt sich seit mehr als drei Jahren mit verschiedenen kulturellen und sozialen Aktivitäten für eine beteiligungsoffene und jugendgerechte Stadtentwicklung im Stadtteil Halle-Glaucha ein. Ehrenamtlich wurden mehrere Projekte initiert, die den Anwohnern/-innen des Viertels eine Möglichkeit zur Mitgestaltung ihres direkten Lebensumfeldes eröffnen. Dabei wurden vor allem Leerstände und Brachflächen genutzt.

Die Würdigung der Jury:

Junge Menschen übernehmen Verantwortung für ihren Stadtteil. Sie werben Mitbürger/-innen aller Altersklassen für ihre Idee und motivieren sie, sich ehrenamtlich für ihren Stadtteil zu engagieren: kulturell und sozial.

Zweiter Preis

Amaro Drom e.V. - Berlin

Vier Tage trafen sich über 100 Roma und Nicht-Roma aus der ganzen Bundesrepublik, um sich gemeinsam über Fragen der Roma-Identität, Geschichte, Kultur und aktuelle gesellschaftliche Fragen zu verständigen. Zentrale Rolle spielte, dass sich junge Roma in ihrem Alltag engagieren und für eine Verbesserung ihrer gesellschaftlichen Beteiligung einsetzen. Mit dem Treffen und seinem weiteren Engagement festigt Amaro Drom seine Struktur. Hier entsteht ein neuer, bundesweit tätiger Jugendverband.

Die Würdigung der Jury:

Jugendliche aus einer Gruppe, die mehrfach benachteiligt und leider immer noch und immer wieder Vorurteilen ausgesetzt ist, organisieren sich selbst und schaffen Strukturen zum Aufbau eines Jugendverbandes. Damit entsteht nachhaltig eine stabile Struktur, eine Heimat für eigene Interessen.

Dritter Preis

Juleica-Schulung - VCP Bezirk Hannover e.V. und Jamaat-un Nur (Gemeinschaft des Lichts)

Zusammen mit der islamischen Gemeinschaft Jama'at-un Nur (Gemeinschaft des Lichts) Hannover konzipiert und realisiert der VCP Bezirk Hannover e.V. als evangelischer Jugendverband den gesamten Prozess einer gemeinsamen interkulturellen und interreligiösen Juleica-Ausbildung.

Die Würdigung der Jury:

Als Interessenvertretung junger Menschen ermöglicht die JugendBotschaft Einblicke in politische Zusammenhänge, fördert den Dialog zwischen Jugend und Politik und stärkt demokratisches Handeln. Junge Menschen bekommen einen niederschwelligen Zugang, mit ihren Vorstellungen und Ideen, mit ihren Meinung bei Entscheiderinnen und Entscheidern einer Kommune Gehör zu finden. Sie werden ernst genommen.

Sonderpreis

JugendBotschaft - Dortmund

Der Sonderpreis der Stiftung "Jugend macht Demokratie" geht an JugendBotschaft in Politik und Verwaltung - eine Interessenvertretung junger Menschen gegenüber dem Oberbürgermeister und dem Rat der Stadt Dortmund. Träger ist der Jugendring Dortmund.

Die Würdigung der Jury:

Als Interessenvertretung junger Menschen ermöglicht die JugendBotschaft Einblicke in politische Zusammenhänge, fördert den Dialog zwischen Jugend und Politik und stärkt demokratisches Handeln. Junge Menschen bekommen einen niederschwelligen Zugang, mit ihren Vorstellungen und Ideen, mit ihren Meinung bei Entscheiderinnen und Entscheidern einer Kommune Gehör zu finden. Sie werden ernst genommen.