Heinz-Westphal-Preis

Vielfalt in der ehrenamtlichen Jugendarbeit

Die Preisträger_innen des Jahres 2003

Erster Preis

„juz-united“ / Verband saarländischer Jugendzentren in Selbstverwaltung

Einer für alle, alle für einen:
1. Preis für den Verband saarländischer Jugendzentren

Von Brenschelbach bis Otzenhausen im Saarland muss heute in der offenen Jugendarbeit niemand mehr allein vor sich hin wurschteln. Unter dem Dach von „juz-united“, dem Verband saarländischer Jugendzentren in Selbstverwaltung, haben sich über 110 offene Jugendzentren zusammengeschlossen. In all diesen Zentren schmeißen Jugendliche selbst den Laden. Weil das manchmal gar nicht so einfach ist, hatten sie eine ebenso einfache wie wirksame Idee: Gemeinsam können wir mehr erreichen! „juz-united“ unterstützt die einzelnen Zentren, stärkt den Jugendlichen den Rücken, bildet Ehrenamtliche fort und bietet noch eine ganze Menge mehr an Aktivitäten. Eine klasse Idee, fand die Jury.

Mehr Informationen zu „juz-united“ gibt’s hier: www.juz-united.de

Zweiter Preis

Katholische Landjugendbewegung Osnabrück

Die Karre aus dem Dreck gezogen:
Katholische Landjugend Osnabrück

Viele kleine Dörfer und viel plattes Land gibt es im Bistum Osnabrück –in Sachen Jugendarbeit lief hier früher eher wenig. Doch dann hatten die rührigen Jugendlichen von der Katholischen Landjugendbewegung die Idee mit der MIST-Karre: MIST steht für „Mobiles Internet- und Schulungsteam“. Mit der eigentlichen MIST-Karre, einem schnittigen VW-Bus, sind sie nun unterwegs in den Dörfern der Region. Sie machen Projekte mit den Jugendlichen, bieten Schulungen und Fortbildungen an. Damit haben sie eine ganze Menge Bewegung aufs Land gebracht.

Mehr Informationen: www.mist-karre.de

Dritter Preis

„per pedes – Junge Stadtführer Gera e. V.“

Auf kleinem Fuße durch die Altstadt:
3. Preis für „Per Pedes - Junge Stadtführer Gera“

Das Renaissance-Portal des Geraer Rathauses haut normalerweise kaum einen Jugendlichen vom Hocker. Anders ist das aber mittlerweile bei den Kids von „per pedes“. Der Verein bildet seit 1994 interessierte Kinder und Jugendliche zu Stadtführern aus. Und die dürfen nach einem kurzen Training tatsächlich selber ran und den Erwachsenen ihre Stadt erklären. Die Stadtführungen aus junger Perspektive sind super angekommen und gehören inzwischen fest zum Touristenprogramm. Das Geraer Guide-Modell ist dabei sogar zum Exportschlager geworden: Junge Stadtführer gibt es jetzt auch in anderen Städten.(www.perpedes-gera.de)

Mehr Infos zum Azubistammtisch gibt es hier: www.azubistammtisch.de

Ehrenpreis

Landesjugendring Schleswig Holstein und „mixed pickles e.V."

Handicap – Na und ?:
Ehrenpreis für den Landesjugendring Schleswig-Holstein und „mixed pickles e.V.”

Die Jugendleiter/innen-Card (Juleica) steckt in über 150.000 Portemonnaies: Viele Jugendverbände bieten diesen Ausweis für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Und mittlerweile gibt es die Juleica auch für Menschen mit Behinderungen. Der Lübecker Verein „mixed pickles“ und der Landesjugendring Schleswig-Holstein verwirklichten hierzu ein mutiges Projekt: Sie entwickelten ein Konzept zur Ausbildung junger Frauen mit Behinderungen zu Jugendleiterinnen. Betreute wurden damit zu Betreuerinnen – ein Stück echter Gleichberechtigung. Für dieses richtungsweisende Engagement wurde das Projekt im Dezember 2004 sogar auf europäischer Ebene in Paris geehrt.
( http://www.mixedpickles-ev.de, http://www.ljrsh.de )