Heinz-Westphal-Preis

H|W|P - Die Dokumentation

Roll-Active-Initiative /R.A.I.

Die Idee

Die Roll-Active-Initiative (R.A.I.) hat sich 2007 zu einer Initiative zusammen geschlossen, da sie sich, mit dem Bau des Skateparks das Ziel gesetzt haben, den Park TÜV gerecht zu halten und sich für die Belange der Skaterjugend in und um Wolfratshausen einzusetzen.

Da die Rampen schon sehr abgefahren waren, entschied sich die R.A.I. den Park umzubauen und gleich neu zu gestalten. Dabei sind zwei neue Rampen entstanden, eine weitere Rampe wurde zu zwei Anfahrtsrampen umgebaut und die anderen Rampen haben neue Belege bekommen. Dadurch sollen wieder mehr Jugendliche zum skaten nach Wolfratshausen kommen. Dafür hat die R.A.I. ein Jahr lang Spenden gesammelt. Gleichzeitig haben die Jugendlichen bei verschiedenen Veranstaltungen Kaffee und Kuchen verkauft, um ihre Kasse aufzubessern. Der ganze Umbau kostete trotz der Montage durch die Jugendlichen 40.000 Euro.

Warum ist diese Idee herausragend?

Herausragend ist, dass die Jugendlichen in eigener Regie und ehrenamtlich den Umbau geplant und auch durchgeführt haben. Auch die Gelder wurden von den Jugendlichen gesammelt. Es sind zwei neue Rampen entstanden (1x Miniramp, 1x Funbox) die von den Jugendlichen selbst, ihren Bedürfnissen nach, geplant wurden. Außerdem konnten alle Jugendlichen bei dem Umbau mit helfen. Dadurch haben sich unterschiedlichste Jugendgruppen angefreundet und sich gegenseitig unterstützt. Das ist der einzige Skatepark der Umgebung, der von Jugendlichen geplant und umgebaut wurde. Deshalb identifizieren sich die Jugendlichen sehr damit und passen auf ihren Park auf.

Die Umsetzung

Die Vorstände der R.A.I. haben ein Jahr lang Gelder aquiriert. Die Rampen haben sie, nach ihren Bedürfnissen geplant und so von einem Spezialisten designen lassen. Bei dem Bau waren bis zu 30 Jugendliche in dem Park, um bei der Gestaltung und dem Umbau mitzuhelfen. Die neuen Rampen wurden von einer Firma in Einzelteilen geliefert. Die R.A.I. hat sich durch ihre tatkräftige Unterstützung die Montagekosten erspart. Insgesamt hat der Umbau 15 Tage gedauert. Da aber viele berufstätig sind, konnte nur an den Wochenenden umgebaut werden. Die Jugendlichen haben trotz Regen oder Hitze am Park  gearbeitet. Und jeder hat mit angepackt. Unterstützt wurde die R.A.I. von der mobilen Jugendarbeit.

Welche Auswirkungen hatte das Projekt

Der Skatepark ist nun wieder für alle Rollsportfreunde attraktiv gestaltet. Die Jugendlichen identifizieren sich enorm mit diesem Park, sodass entstandene Schäden sofort gemeldet werden. Auch räumen die Skater ihren Park immer wieder auf, damit er weiterhin ordentlich zu fahren ist. Es sind sogar einige neue Skater dazu gekommen. Nachdem der Park fertig war, haben sich sechs Jungs dazu entschieden doch auch mal wieder zu skaten. Das schöne ist die Dynamik, die beim Umbau entstanden ist. So hilft jeder, jedem. Die erfahreneren Skater zeigen Anfängern verschiedene Tricks und motivieren sie weiter zu üben.

Die Erkenntniss

Die Erkenntnisse sind, dass Jugendliche sich sehr motiviert einbringen, wenn es um ein Projekt geht, dass sie unterstützen. Außerdem haben die Jugendlichen gelernt, dass es sich lohnt bei einer Sache dabei zu bleiben, um die Erfolge auch zu sehen. Da das Projekt so große „Wellen” unter den Jugendlichen geschlagen hat, wollten viele neue Jungs bei der R.A.I. Mitglied werden. Dazu haben die Jugendlichen gelernt, dass es sich lohnt auch für eine Idee zu kämpfen, damit sie in die Tat umgesetzt werden kann. Außerdem war es schön zu sehen, dass je mehr Leute geholfen haben, die Arbeit umso schneller erledigt war.

Was können andere daraus lernen

Da jede Person, die Lust hatte, beim Umbau mithelfen konnte, gab es viele Lernerlebnisse. Alle haben gesehen, wie viel Arbeit es ist, einen Skatepark zu bauen. Einige Jungs hatten das erste Mal einen Akkuschrauber in der Hand und haben damit gearbeitet. Außerdem konnten alle beobachten, wie viel Zeit und Engagement die R.A.I. investiert hat, um an ihr Ziel zu kommen. Meiner Meinung nach, haben auch diese Jugendlichen verstanden, dass wenn man etwas wirklich möchte, man seine eigene Person mit einbringen muss und man Geduld haben muss, um etwas zu erreichen.

Projektzeitraum:

22.03.2013 bis 13.07.2013

Kategorie:

(Eigen) Initiative

Kontakt:

Roll-Active-Initiative /R.A.I.

E-Mail:
karin.bruennler[at] remove-this.web.de; mobile@jugend-wolfratshausen.de
Web:
http://www.roll-active-initiative.de.tl