Heinz-Westphal-Preis

H|W|P - Die Dokumentation

KulturBrücken Gölitz e.V.

Die Idee

Europa wächst zusammen und wir sind mittendrin. Wir leben in einer Stadt, in der die geographische Grenze zwischen zwei Ländern kaum noch zu spüren ist. Ein Ziel des Vereins „KulturBrücken Görlitz e.V.” ist es, dass in der Bevölkerung das Zusammenwachsen weiterhin intensiviert wird und ein reger Austausch der Kulturen stattfindet.

Für uns ist der Zirkus das pädagogische Medium, Brücken zu schlagen — Brücken zwischen den Kindern der Doppelstadt Görlitz/Zgorzelec, Brücken zwischen Deutschland und Polen.

Aus „cyrk” (polnisch für „Zirkus”) und „Zirkus” wird „CYRKUS”. Das Projekt „CYRKUS im Laden/w sklepie” hat von November 2012 bis April 2013 zum zweiten Mal stattgefunden.

Die Kinder und Jugendlichen im Alter von fünf bis achtzehn Jahren kamen aus Zgorzelec (PL) und Görlitz (DE) in unseren CYRKUS-Laden in der Altstadt, nicht weit von den Brücken, die die Kulturen der Stadt verbinden und bildeten jede Woche ein kleines Stück bunter Zirkuskunst.

Warum ist diese Idee herausragend?

Die Kinder und Jugendlichen der Zwillingsstadt bekommen durch „CYRKUS im Laden/w sklepie” eine Möglichkeit, regelmäßig in Kontakt zu treten. Zirkus ist ein Medium, in welchem es möglich wird, Sprache spielerisch zu erlernen, da die Sprache selbst nicht das Wichtige ist. Durch die Workshops erlernen die Kinder, nonverbal miteinander zu kommunizieren. Barrieren werden nicht nur in Bezug auf die deutsch-polnische Beziehung, sondern auch im Umgang mit Kindern mit Behinderung oder verschiedenen sozialen Bereichen überwunden. Und die unterschiedlichen kulturellen Wurzeln der Kinder und Jugendlichen sind natürlich ein Charakteristikum von Vielfalt.

Voneinanderlernen in Vielfalt und Entdecken des Selbst in der Gruppe sind nachhaltige Entwicklungsprozesse. Kennenlernen und etwas Gemeinsames kreieren, ist Höhepunkt dieses Projekt.

Die Umsetzung

Wöchentliche Einrad-, Jonglage- und Akrobatik-Workshops für Kinder, ein offenes Jongliertraining und zudem ein Jugendvarieté für Jugendliche, ihre Erfahrungen vertiefen wollen, haben wir angeboten. Der Ort unseres „CYRKUS”-Projektes war ein öffentlich einsehbarer Raum, sodass alle zufällig Zuschauenden daran teilhaben konnten.

Jeder Workshop begann mit einer spielerischer Gruppen-Aufwärmung und endete mit einer Auswertungs- und Wunschrunde. Mit pädagogischer Anleitung und Sprachmittlung konnten die Kinder sich in den selbst gewählten Zirkuskünsten erproben und sie in zwei Abschlussvorstellungen auf der kleinen Theaterbühne präsentieren. Das Jugendvarieté kreierte gemeinsam kleine Darbietungen beispielsweise auf einem Familienfest.

Welche Auswirkungen hatte das Projekt

Wir zeigen, dass Projekte möglich sind, auch wenn nicht alle dieselbe Sprache sprechen. Wir animieren, auch mal über die Neiße zu schauen. Wir können helfen, Vorurteile abzubauen und die Blockade gegenüber der Stadt auf der anderen Seite, die in manchen Köpfen existiert, zu verkleinern. Wir tragen mit dem Projekt ein Stück weit zur Völkerverständigung bei.

Mit dem Projekt in einem Laden mit Schaufenstern standen wir in der Öffentlichkeit, sodass diese Auswirkungen sich auf die weitere Bevölkerung übertragen konnten. Des Weiteren konnten die Kinder sich in einer Gruppe orientieren, sich selbst entdecken und erfahren, was mit Übung und Ausdauer möglich ist.

Die Erkenntniss

Wir zeigen, dass Projekte möglich sind, auch wenn nicht alle dieselbe Sprache sprechen. Wir animieren, auch mal über die Neiße zu schauen. Wir können helfen, Vorurteile abzubauen und die Blockade gegenüber der Stadt auf der anderen Seite, die in manchen Köpfen existiert, zu verkleinern. Wir tragen mit dem Projekt ein Stück weit zur Völkerverständigung bei.

Mit dem Projekt in einem Laden mit Schaufenstern standen wir in der Öffentlichkeit, sodass diese Auswirkungen sich auf die weitere Bevölkerung übertragen konnten. Des Weiteren konnten die Kinder sich in einer Gruppe orientieren, sich selbst entdecken und erfahren, was mit Übung und Ausdauer möglich ist.

 

 

 

Was können andere daraus lernen

Wir zeigen eine Möglichkeit, wie Europa gelebt werden kann und wie klein eigentlich die „Kluft” zwischen Görlitz und Zgorzelec sein kann beziehungsweise ist. Verschiedene Sprachen und Kulturen sind hier keine Barrieren, sondern interessanter Begegnungspunkt – denn „geteilte Freude ist doppelte Freude”. Es lohnt sich, in den anderen Teil der Doppelstadt zu schauen, denn auch dort passieren spannende Sachen und die Menschen sind Menschen wie wir auch.

Ein solches Grundverständnis kann Grundlage und gleichzeitig Ziel für die Arbeit mit der jüngsten Generation sein: So wird sich diese vielleicht mit der Doppelstadt als Einheit und nicht mit einer Hälfte einer Grenzstadt identifizieren. Also: Nur Mut zu internationalen Projekten.

Projektzeitraum:

06.11.2012 bis 27.04.2013

Kategorie:

freier Träger

Kontakt:

KulturBrücken Gölitz e.V.

E-Mail:
kulturbruecken.goerlitz[at] remove-this.gmail.com
Web:
http://facebook.com/KulturBrueckenGoerlitz