Heinz-Westphal-Preis

H|W|P - Die Dokumentation

Jugendrotkreuz - LV Badisches Rotes Kreuz

Die Idee

Die Idee ist die Arbeitsgemeinschaft Öffentlichkeitsarbeit (AG ÖA). Sie hat zwei wesentliche Kernaufgaben:Das Dokumentieren von Veranstaltungen in Text, Bild, Video und Ton sowie der Informationsaustausch innerhalb des Vereins und in der Öffentlichkeit.

Zusätzlich will die AG durch Ihre Arbeit Jugendrotkreuz-Mitglieder zum Schreiben, Fotografieren, Interviewen oder Filmen motivieren. Und durch Inhalte Gruppenleiter in Ihrer Arbeit unterstützen.

Grundlage der AG ÖA war die seit Herbst 2009 existierende AG GAGler. Die AG GAGler veröffentlichte alle zwei Monate ein von Jugendrotkreuz-Gruppenleitern erstelltes Magazin, mit Ideen, Empfehlungen und Themen rund um die Jugendarbeit der Gruppenleiter im Jugendrotkreuz. Zusätzlich gab es Informationen aus dem Landesverband. Der Name GAGler ist eine Abwandlung der Abkürzung GAGL, die für die Grundausbildung Gruppenleiter steht, bei der die AG-Idee entstanden ist.

Im Sommer/Herbst 2011 ist dann aus der AG GAGler die AG ÖA entstanden, deren Fokus nun stärker auf der Öffentlichkeitsarbeit liegt.

Warum ist diese Idee herausragend?

In der AG ÖA ist jeder willkommen. Mitglieder müssen keine Gruppenleiter sein, zuvor keine spezielle Ausbildung abgeschlossen haben oder besondere Fähigkeiten besitzen. Hier ist jeder eingeladen, der sich für die Öffentlichkeitsarbeit interessiert oder einen Einblick gewinnen will.

Für jeden lässt sich eine passende Aufgabe finden. Jede Person hat auch die Möglichkeit sich selber einfach mal auszuprobieren. Alle haben dabei den größtmöglichen Freiraum bei der Durchführung ihrer Arbeit, bekommen aber zuvor das grundlegende Handwerkzeug beigebracht. Ansprechpartner stehen bei technischen Fragen oder Hindernissen immer bereit und halten den Mitgliedern dadurch den Rücken frei.

Durch die AG haben die Mitglieder die Möglichkeit ihren Verein auch mal hinter der Kulisse zu erleben und bei Veranstaltungen an exklusive Orte und Erlebnisse zu kommen. Und zuhause gebliebene Jugendrotkreuzler können durch Live-Reportagen an Veranstaltungen mitteilhaben.

Die Umsetzung

Bei der Neugestaltung der AG ÖA wurde eine große Redaktionssitzung einberufen, bei der alle bisherigen Mitglieder und neue Interessierte eingeladen waren. Gemeinsam wurde die bisherige Struktur analysiert und neue Ideen, sowie Wünsche gesammelt.

So ergaben sich neue Aufgabengebiete und Jobs, die entsprechend auf die Personen aufgeteilt und in der nächsten Ausgabe umgesetzt wurden. Der Großteil der mittlerweile nur noch quartalsweise erscheinenden Ausgaben wurde in Hausarbeit von den AG-Mitgliedern selber gestaltet und in Online-Redaktionssitzungen abgeglichen. In monatlichen Rundmails wurden alle Mitglieder immer auf den aktuellen Stand gebracht. Hier wurde auch nach Reportern für Landesverbands-Veranstaltungen gesucht.

Dort gab es für die Reporter ein kurzes Briefing und ggf. eine kurze Einweisung in die Aufgaben und Techniken. Danach wurde notiert, fotografiert und gefilmt, um an Ort und Stelle live zu berichten, eine Zusammenfassung zu schreiben oder eine Sonderausgabe zu erstellen.

Welche Auswirkungen hatte das Projekt

Der Begriff GAGler bzw. das entsprechende Magazin wurde innerhalb des Landesverbandes sehr bekannt und wurde gerne gelesen. Für die ehren- und hauptamtlichen Jugendrotkreuz-Verantwortlichen auf Landesverbandsebene war die professionelle Umsetzung der Öffentlichkeitsarbeit in der AG ÖA eine große Entlastung. Sie nutzen auch gerne die Möglichkeiten der AG ÖA (wie das Magazin GAGler oder die Facebook Seite), um Informationen an die Gruppenleiter und Mitglieder weiterzugeben. Die AG ÖA wurde damit ein Bindeglied zwischen dem Landesverband und den Mitglieder auf Orts- und Kreisverbands-Ebene.

Die Erkenntniss

Es war verblüffend, welche Ergebnisse die Mitglieder produzierten, wenn man ihnen Freiräume ermöglicht, aber unterstützend zu Seite stand. Durch das Vertrauen gegenüber den Mitgliedern wurde eine große Team-Atmosphäre geschaffen, die alle gegenseitig motivierte. Manche Mitglieder konnten somit nicht nur neue Stärken entdecken oder Fähigkeiten fördern, sondern auch deutlich mehr Selbstbewusstsein gewinnen.

Leider gab es auch negative Erkenntnisse bzw. Probleme bei der Umsetzung des Projektes. Die Koordination und Aufrechterhaltung der Motivation unter den Mitgliedern war durch die großen räumlichen Abstand sehr schwer. Mit den neuen Möglichkeiten, die sich durch das Internet ergaben, war es einigermaßen möglich das Team zusammen zuhalten.

Was können andere daraus lernen

Sei offen für neue Ideen und andere Menschen. Nimm jeden in dein Team auf und suche gemeinsam nach einer Aufgabe und Vertrauen das du ihm geben kannst. Halte dich selber zurück, um anderen die Chance zu geben eigene Erfahrungen zu machen, aber lass sie nicht alleine.

Denk immer an eine Pause und verteile Lob. So gab es in der AG ÖA und den Live-Reportagen immer irgendwo „kleine Motivationen“ (meist kleine Süßigkeiten), um durchzuatmen und sich neu zu motivieren.

Projektzeitraum:

17.07.2011 bis 15.08.2013

Kategorie:

Jugendverband / Jugendring

Kontakt:

Jugendrotkreuz - LV Badisches Rotes Kreuz

E-Mail:
benni.obenaus[at] remove-this.email.de
Web:
http://www.gagler.de