Heinz-Westphal-Preis

H|W|P - Die Dokumentation

Jugendleiter des BBW Kirchseeon

Die Idee

Auszbildende des Berufsbildungswerks (BBW) Kirchseeon, die den Jugendleiterkurs 2012/2013 gemacht haben, beschlossen bei der 72 Stunden-Aktion des BDKJ eigenverantwortlich mit zu machen. Sie bekamen das Projekt den Diirtpark der Gemeinde Kirchseeon wieder herzurichten und schuffeten dafür richtig viel. Alles natürlich in der Freizeit.

Warum ist diese Idee herausragend?

Die Auszubildenden des BBW Kirchseeon haben unterschiedliche schwierige soziale Biografien. Um so toller ist es, dass sie nach der Jugendleiterausbildung ihre Erfahrungen für andere einbringen wollten und kämpften dies auch bei großen Schwierigkeiten durch. Es ist wiklich sehr bemerkenswert, dass Jugendliche, die nicht immer einen guten Ruf haben, dies mit vollem Einsatz gemacht haben.

Die Umsetzung

Die Auszubildenden bereiteten sich auf die Aktion vor, suchten Sponsoren für Materialien und für ihre Verpflegung, setzten sich mehrmals zusammen und bereiteten sich darauf vor. Am 13.6.2013 erhielten sie die Aufgabe, die sie zu bewältigen hatten und fingen sofort damit an, zu planen und dies umzusetzen.

Welche Auswirkungen hatte das Projekt

In der Gemeinde Kirchseeon wurde das Engagement von Jugendlichen, die als nicht ganz einfach gelten, sehr gelobt. Insgesamt gab es eine gute Rückmeldung. Für die Jugendleiter war dies auch die erste eigenständie Aktion. Sie erlebten, dass manche Aktionen einen an die eigenen körperlichen Grenzen kommen lässt, dies dennoch Spaß macht und allen etwas bringt. Auch bei Konflikten war es wichtig, dass diese gelöst wurden. Im Herbst werden zwei bis drei Jugendliche Paten für den Dirtpark und die einfachen Sportanlagen werden und so ihre Arbeit fortsetzen und bei Bedarf mit den Ausbildern hinfahren und etwas dort arbeiten. Der Kontakt zur Gemeinde und zur Gemeindespitze hat sich seitdem sehr verbessert.


Die Erkenntniss

Es ist wichtig, dass möglichst viele Jugendliche eine Jugendleiterausbildung machen, um in der Lage zu sein, Projekte anzupacken. Und dies nicht allein, sondern gemeinsam. Die Jugendlichen waren und sind sehr stolz auf sich, dass sie eine von 20 Gruppen im Landkreis Ebersberg waren, die sich bei der 72 Stunden-Aktion beteiligten - etwas was sie sich selbst vor einem Jahr nicht zugetraut hätten. Sie waren beim Auftakt und beim Fest mit anderen Jugendlichen zusammen und erlebten eine vielfältige Gemeinschaft, welche die meisten so vorher nicht kannten. Es gab eine wochenlange intensive Vorbereitungsphase und natürlich auch eine Nachbereitungszeit. Alle Jugendlichen waren und sind stolz dies gemacht zu haben.

Was können andere daraus lernen

Es ist wichtig, auch Jugendliche, die zum Teil schwierige soziale Biografien haben, die Möglichkeit zu geben, eine Jugendleiterausbildung mit zu machen. Dies ist eine wichtige Basis für das eigene Selbstbewusstsein und für ein mögliches Engagement.

Die ausgebildeten Jugendleiter kamen auf die Idee, sich bei der 72 Stunden-Aktion zu beteiligen und obwohl wirklich einige Schwierigkeiten zu bewältigen waren, gaben sie ihre Bereitschaft nie auf und bewältigten ein durchaus anstrengendes Projekt erfolgreich. Die Bereitschaft und die Fähigkeit was für andere getan zu haben, hätten Sie vor der Ausbildung zum Jugendleiter/in nicht gewagt. So sind es eigentlich zwei Aktionen: eine fünf monatige berufsbegleitende Jugendleiterausbildung und die eigenen Erfahrung in der Umsetzung eines eigenen Projektes im Rahmen der 72 Stunden-Aktion.

Projektzeitraum:

13.06.2013 bis 16.06.2013

Kategorie:

sonstige

Kontakt:

Jugendleiter des BBW Kirchseeon

E-Mail:
gerhardendres[at] remove-this.aol.com
Web:
http://www.jugendstelle-ebersberg.de/bildergalerie/72stundenaktion-2013.html