Heinz-Westphal-Preis

H|W|P - Die Dokumentation

Cool Ideas Society Köln

Die Idee

Wir sind eine soziale Open Innovationsplattform, die Menschen dazu befähigt in einer neuen Art und Weise zusammenzuarbeiten, Gemeinschaft zu leben und Multiplikatoren befähigt, ihren Traum in die Welt zu bringen und ihre eigenen Projekte zu realisieren.

An einem „Cool Ideas Society” (CIS) Abend treffen zwei Arten von Menschen aufeinander: Die einen geben eine Frage in die Gruppe, wir nennen sie Pitcher, und die anderen, die Teilnehmer, bringen ihre Ideen und Inspirationen zum Thema ein. Der Pitcher erlangt neue Perspektiven auf seine Fragestellung und die Gruppe gewinnt an Energie, Inspiration und Motivation durch die Weiterentwicklung des Konzepts. Der Abend bietet zudem Raum für Vernetzung.

Warum ist diese Idee herausragend?

Wir schaffen einen nachhaltigen Mehrwert für die Gesellschaft durch den Nutzen des oben genannten „Gemeinschaftsdenkens”. Durch unseren Ansatz von Co-Kreation, Befähigung und Vertrauen decken wir den Bedarf gemeinnütziger Initiativen nach Feedback und Input. Wir zeichnen uns durch unsere Kreativmethoden, die humanistische Haltung und das diverse Netzwerk aus. Bei uns kann jeder seine Frage vertrauensvoll einbringen und bekommt vielfältige Lösungsansätze und Ideen. So ermöglichen wir es Individuen und Teams ihre Herausforderungen und Träume auf ein neues Wirkungslevel zu heben.

Die Teilnahme an einem CIS Abend ist unkompliziert und geprägt von einem leichten Zugang. Durch den Beitrag des Einzelnen, entsteht oftmals eine Verbundenheit, die ein weiteres Engagement in den Initiativen erleichtert. Die Teilnehmenden können ungezwungen in einen Dialog kommen.

Wir verstehen uns als Multiplikator für andere Menschen und Initiativen, denn wir erleichtern den wertschätzenden Dialog zwischen diesen.

Die Umsetzung

CIS hat 2013 viermal erfolgreich in Köln stattgefunden. Wir, Natalie Kho und Anne Kliebisch, initiierten den ersten Abend und bereits danach erhielten wir durch Ken Wira und Ann-Kathrin Pankow Unterstützung, die ebenfalls solche Abende organisieren wollten.

Für die Abende wurden in der Regel ein bis zwei Pitcher gesucht, die eine Herausforderung aus ihrer aktuellen Initiative oder ihrer Organisation vorstellten. Diese wurden entsprechend vorbereitet, das heißt es wurden Erwartungen an den Abend geklärt, die Problemstellung geschärft und die Methoden auf den Pitcher angepasst. Im Anschluss haben wir insbesondere durch Mundpropaganda Werbung gemacht und die unterschiedlichsten Menschen eingeladen. Räume haben wir kostenlos von Menschen und Einrichtungen gestellt bekommen, die „Cool Ideas Society” unterstützen wollten. Auch da haben wir die Gemeinschaft wertschaffend eingebunden.

Welche Auswirkungen hatte das Projekt

Der Verein „Lebensdurst-Ich“ stand vor der Herausforderung der weiteren Bekanntmachung. Bei CIS wurde deutlich, dass Vision und die Aktivitäten nicht immer klar verständlich sind. Gleichzeitig haben die Teilnehmenden Input bekommen, wie sie ihre Vereinsarbeit gestalten und potentielle Kooperationen eingehen können.

So hat „Holzformel“ für das neue Produkt wertvolle Ideen gesammelt, wie sie das Marketing kostengünstig und effektiv umsetzen können.

Die „Refugee Law Clinic“ holte sich Input, wie sie in Zukunft ihre Mitglieder besser einbeziehen können. Nun haben sie sich neu strukturiert und können besser flächendeckend Flüchtlinge betreuen. Zudem ist eine Neuausrichtung der strategischen Kooperationen entwickelt worden.

Dies sind nur drei der Initiativen, die durch uns einen signifikanten Mehrwert gewonnen haben. Die Teilnehmer haben verschiedene Kontakte gewonnen, wurden inspiriert und lernten neue Initiativen kennen.

Die Erkenntniss

Auch wenn es von Anfang an unsere Intention war, waren wir jedes Mal wieder überrascht wie viele Menschen, die sich eigentlich nicht kennen, gemeinsam etwas bewegen können. An den Abenden wurde viel Wissen und Erfahrung geteilt und somit Motivation und Energie freigesetzt weiter zu arbeiten und gemeinschaftlich zu wirken. Es wurde auch deutlich, wie gerne Leute ihr Wissen und ihre Erfahrungen teilen und wie interessiert Menschen an neuen Ideen und neuen Kontakten sind. Was uns immer wieder deutlich wird ist, dass wirklich jeder Einzelne wertvolle Ideen hat und dass unsere Abende viel ungenutztes Potenzial freisetzen können. Auch haben wir viel über Gruppendynamik und –energie gelernt, was uns in weiteren Workshops nützlich sein kann.

Was können andere daraus lernen

Die Teilnehmer haben den Mehrwert erkannt, wie hilfreich es sein kann über Fach- und Bereichsgrenzen hinweg zusammen zu arbeiten. Viele Teilnehmer sind aufgrund der vorgestellten Fragen und Initiativen inspiriert worden, weiter zu machen und auch selbst aktiv zu werden oder ihrem Traum zu folgen. Die Teilnehmer haben lokale Initiativen kennen gelernt und wurden zur Mitarbeit ermuntert. Wir haben zudem Interessierte ermutigt, auch CIS Abende zu veranstalten und so andere Menschen zu befähigen kreativ Wissen zu teilen. Alle haben neue Kreativitäts- und Gruppenmethoden kennen gelernt. Wir haben anderen gezeigt, dass es mutiges und schnelle Prototypen braucht, um einfach mal zu starten und Gedanken in die Realität umzusetzen.

Projektzeitraum:

01.01.2013 bis 15.08.2013

Kategorie:

(Eigen) Initiative

Kontakt:

Cool Ideas Society Köln

E-Mail:
cologne[at] remove-this.coolideassociety.com
Web:
https://www.facebook.com/CoolIdeasSocietyGermany